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Gran Canaria – Tag 2 – Puerto de Mogán

 

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Ein neuer Tag – und noch immer schmerzt die Tatsache, dass wir die ersten Tage ohne Auto unterwegs sein werden. Noch immer haben wir die Hoffnung, dass die DHL das Wunder vollbringt, und wir Mittwoch im Besitz der Führerscheins sind.

Der Prozess des Davonlaufens vor dem Problem ist das Entstehen der Hoffnung. 
Krishnamurti, Vollkommene Freiheit

Die Quelle der Hoffnung entspringt dem Meer des Elends. ”

Wenn man nicht auf das Unverhoffte hofft, wird man nicht darauf stoßen, weil es dann unauffindbar und unzugänglich ist. 
Heraklit, Die Vorsokratiker, Matthias Hackemann (Hrsg.)

Ein großer Dank geht dabei an unsere Familie, die alles Mögliche unternimmt.

Saskia war so Müde, das sie noch in kompletter Montur auf dem Bett eingepennt ist. Ein Weckversuch hatte keinen so rechten Erfolg. Also wählte ich die einfachste Variante, wie ich auch zu Bett komme.

Licht aus – und einfach ins Bett.

Am heutigen Morgen haben wir erstmal so richtig ausgeschlafen. Und auch so richtig verschlafen.  Wir waren nämlich gute 40 min zu spät zum Frühstück …

Also zurück zum Bungalow: Geld geholt und auf zum Shoppingcenter „Faro“.

Dort angekommen, kauften wir in einer deutschen Bäckerei Brötchen und im gegenüberliegenden Supermarkt den Rest für ein Frühstück.

Preise wie beim KDW. Aber das war uns „egal“, denn wir hatten ja Hunger.

Der Laden bedarf einer kleinen Beschreibung.

Beinahe mehr als die Hälfte der Ladenfläche besteht aus Alkohol, Chips, Fastfood und Zeitungen, wobei die Pornozeitungen in Masse es sicherlich mit jedem Beate Uhse Laden aufnehmen können. Strange!

Die Kasse wiegt alles händisch ab und verpackt es auch.

Tabak und wird separat kassiert.

Zurück im Bungalow macht Saskia Frühstück, während ich den Busfahrplan studiere. Die Fahrzeiten zwischen der Busstation und dem Plan sind nämlich in keinster Weise identisch.

An der Busstation verbringen wir dann satte 30 Minuten mit warten, denn es stimmt keine von beiden Abfahrtszeiten.

Die vorbeifahrenden Taxis sind alle Weiß und mit einem roten Dach leicht zu erkennen.

Der Weg nach Puerto de Mogán führt entlang an Hunderten von den typischen Kanarischen Hotelburgen und schroffen Küsten, die bis zu 100 m in die Tiefe abfallen. Da sich keine Fotos aus dem Bus heraus lohnen, hoffe ich mal wieder auf das Auto.

Die Serpentinen hinunter nach Puerto de Mogán sind teils so eng, dass sich die Busfahrer gegenseitig mit Hupen verständigen, wenn sie in die Kurven einfahren.

Hirnrissige und Lebensmüde Motorradfahrer gibt es auch hier. Ohne Rücksicht auf Verluste überholen sie den Bus auch noch 10 Meter vor der Kurve …

Puerto de Mogán erreichen wir gegen 13:30 Uhr. Die Sonne brennt ohne Gnade auf uns nieder. Das Thermometer zeigt 28 Grad und ich schleppe den Rucksack und den kleinen auf der Schulter, weil der mal wieder recht wenig Interesse am Laufen zeigt.

Puerto de Mogán wirkt sehr ruhig. Um einmal die Worte eines erstaunten Touristen wiederzugeben: „oh nice, what a Beauty, very charming“.

Wir schlendern in Richtung Strand und kaufen beim erstbesten Laden eine Badehose für mich. Zum Teufel, 20 Meter weiter, gibt es sie um einiges Billiger,,,,, egal J

Etienne verlangt nach einem Eis, wir geben natürlich sofort nach und lassen den Kleinen fröhlich sein Eis verputzen, während unsere Nasen Fast Food Gestank auf hohem Niveau ertragen müssen.

Klein Venedig der Kanaren, wie man Puerto de Mogán auch nennt, wirkt recht passend, wenn man selbst noch nie in Venedig war. Der Vergleich hinkt ein wenig, aber die verwinkelten Gassen und „Grachten“ versprühen einen gewissen Charme.

Überall blüht es. Die Hotels sind alle in bunten Farben gestrichen und fügen sich perfekt in die Kulisse ein.

Der Weg führt uns entlang des Hafens durch Puerto de Mogán. Über eine ins Meer laufende Mole erreichen wir ein kleines Restaurant, welches aber entgegen unserer Vermutung nur frittiertes anbietet.

Da die Fahrt mit dem Bus eine knappe Stunde dauert, machen wir uns um 16 Uhr auf den Rückweg in Richtung Busstation.

Entgegen der Auskunft des Fahrers von der Hinfahrt ist der jetzige der Meinung, dass wir doch besser mit der Nummer 33 fahren sollten, und nicht wie empfohlen mit der eins. Ohne Murren steigen wir in den nächsten Bus mit der 33 und halten eine Stunde später in Maspalomas unmittelbar vor dem Hotel.

Alles in allem in schöner Tag, der aber vor Augen führt, wie anhängig man sich von einem Auto machen kann.

Wir beschließen, den nächsten Tag früher anzugehen …