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Gran Canaria – Tag 1- Ankunft – und unerwartete Probleme

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Ich sitze bei gefühlten 20 Grad auf der kleinen Terrasse unseres Bungalows in der Ferienanlage Cay Beach Princess in Mas Palomas auf den Kanarischen Inseln.

Nach 2 Bier und etwas zu essen, also Zeit den Tag zu reflektieren.Was alles in 12 Stunden passieren kann, könnt ihr nun in den vollenden Sätzen miterleben.

Alles begann eigentlich völlig normal, mal abgesehen davon, dass wir schon um Punkt 0.00 Uhr vom Flughafentransfer abgeholt wurden. (Und das nach 10 Stunden Arbeit)

Erste Reise mit Kind, das wird spannend denken wir uns, und das war – und ist es!!

Einchecken, Abflug, Landung, Transfer zum Hotel. Alles easy. Ich fühle mich etwas müde, denn im Flugzeug habe ich nicht wirklich ein Auge zu bekommen.

Aber der Reihe nach.

Unser pakistanischer Fahrer, der uns zum Flughafen brachte, vollbringt doch tatsächlich das Ausziehen eines Pullovers während der Fahrt.

Klingt unspektakulär? Würde ich auch meinen, wenn ich nicht live dabei gewesen wäre. Bei geschätzten 130 km/h zieht er sich den Pulli über den Kopf – und verliert dabei natürlich leicht die Kontrolle über den Bus. Nach beherztem Einlenken trudelt der Bus dann auch nicht mehr, und die Fahrt geht weiter. Hätte auch anders ausgehen können …

Die Hotelanlage ist etwas außerhalb und somit schön ruhig. Dass hier vorrangig Briten ihren Urlaub verbringen, ist nicht zu überhören.

Ist vernehme aber auch ein paar Franzosen, Portugiesen, Holländer und eine Handvoll Deutsche.

Schon am Flughafen bei der Gebäckausgabe bin ich umringt von jungen Briten die eifrig einen jeden Satz mit: „Yeah, fucking great“ beenden.

In der Mitte der Hotelanlage findet man einen großen Pool und zwei kleinere für die Kinder + Spielplatz. Perfekt für Familien.

Rundherum reihen sich die Bungalows. Wirkt sehr idyllisch und harmonisch. Die Ruhe ist angenehm und stimmt auf den Urlaub ein. Vor den Bungalows befindet sich immer eine kleine Terrasse mit blumenverwachsenem Regenvorbau.

Nach einem Telefonat mit der am Flughafen zuständigen Zweigstelle für unser Mietauto, vereinbare ich die Übergabe unseres Mietautos.

Und jetzt der Schock. Mit entsetzen stellen wir fest, dass der Führerschein noch im Handschuhfach unseres Autos in Deutschland liegt.

Entschlossen und noch voller Hoffnung machen wir uns auf dem Weg zu Rezeption.

Ein paar Minuten später erfahren wir die Hiobsbotschaft. Ohne Original-Führerschein kein Mietauto. In diesem Augenblick durchströmen mich deftige Emotionen. Ich könnte heulen, lachen, um mich schlagen, wegrennen, Fluchen. Mit entkommt aber nur ein leises dumpfes trauriges, beinahe sterbendes „Fuck“.

Ich bin am Ende, will heulen und kann es nicht. Saskia kullern die Tränen, und ich lasse lautstark meinen Frust ab. Etienne lacht sich darüber zu Tode.

In diesem Moment will ich auch einfach nur wieder ein Kind sein und nichts von alldem verstehen.

Wir sind nun mal keine Pool-Menschen. Urlaub heißt für uns, dass wir mit dem Mietauto das Land erkunden.

Tiefpunkt!

Saskia geht mit dem Kleinen an den Pool- ich kann nicht, denn Saskia hat meine Badehose zu Hause vergessen. L

Ich telefoniere mit meinem Schwager. Nach schier endlosen 30 Minuten erfahre ich dann, dass der Lappen tatsächlich im Auto ist.

OK! Aber wie geht es weiter? Ein Anruf bei meinen Eltern, lässt nicht nur Windmühlen kreisen, nein wahrscheinlich eine ganze Windkraft Farm.

Aber auch hier Ernüchterung, die Condor nimmt nicht mehr mit!!!

Die Idee war, dass einer unseren Führerschein in Frankfurt am Flughafen bei der Condor abgibt, und wir dann Führerschein dann in Gran Canaria entgegen nehmen.

Jetziger Stand ist der, das wahrscheinlich UPS den Führerschein via Express verschickt. Mit etwas Glück findet sich morgen auch ein Flug nach Gran Canaria. Somit würde vielleicht einer der Fahrgäste den Führerschein führ uns mitnehmen. Wenn das der Fall wäre, dann hätten wir nur einen Tag verloren. Die Vorstellung die nächsten Tage auf den Bus angewiesen zu sein ist nicht sonderlich verlockend.

Inzwischen habe ich mit damit abgefunden. Ändern können wir es ja doch nicht.

Morgen geht es dann mit dem Bus nach „Puerto de Mogán“ der Venedig der Kanarischen Inseln.

Bei einem kleinen Spaziergang ab Abend haben wir immerhin schon die Bushaltestelle ausfindig gemacht.

Bis morgen.