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Gran Canaria – Tag 4 – Las Palmas

 

Las Palmas, die Hauptstadt Gran Canarias

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Ein Blick aus dem Fester offenbart wenig Gutes. Monsunartiger Regen ergießt sich über unserer Ferienanlage. Ich habe die Idee, das wie an ein anders „Ende“ der Insel fahren, in der Hoffnung, dass dort das Wetter besser ist – und vor allem beständiger.

Ein Check auf der DHL-Seite im Internet machte uns schnell klar, das der Führerschein heute auch nicht kommen würde.

Also fällt kurzer Hand die Entscheidung. Die Fahrt geht also nach Las Palmas, der Hauptstadt von Gran Canaria.

Die Stadt Las Palmas de Gran Canaria ist mit 381.847 Einwohnern die größte Stadt der Kanarischen Inseln. Sie ist die Hauptstadt der spanischen Provinz Las Palmas und neben Santa Cruz de Tenerife eine der beiden Hauptstädte der Kanaren.

Die Altstadt von Las Palmas wurde im Jahr 1990 von der UNESCO als kulturelles Erbe der Menschheit anerkannt.

Die Fahrt im Bus ist wieder so ein Thema für sich – und sicherlich typisch für uns …

Die Busse sind teils 3-achsig und von Volvo oder Scania. Genial sind die „Ladeluken“ auf der rechten und linken Seite des Busses. Dort kann jeder Passagier sein sperriges Gepäck verstauen. Sie sind so groß, dass ich hineinkriechen musste, um den nach hinten verschobenen Buggy wieder aus dem Bus zu bekommen. Sehr zu Belustigung der Zuschauer. J

Laut Busfahrplan gab es zwei Busse, die nach Las Palmas fahren. Die Nummer 33 fährt über unzählige Haltestellen, während die Nummer 50 ein direkter Zubringer ist.

An den von uns angelaufenen Haltestellen fuhr aber nirgends die Nummer 50. War klar oder??

Also liefen wir noch 3 weitere an – ohne Erfolg. Da wir schon 11.40 Uhr hatten, hielt ich das nächste Taxi an und fragte nach dem Preis für eine Fahrt nach Las Palmas. Für schlappe 50€ hätten wir mitfahren können …

Also entschied ich, dass er uns an der nächsten Haltestelle absetzen solle, von wo aus die Buslinie 50 fährt.

Mickrige fünf Minuten später stehen wir am zentralen Busbahnhof. Und sechs Minuten später sitzen wir im Bus Nummer 50 nach Las Palmas.

Frustrierender war aber die Tatsache, das der Bus DIREKT! vor unserem Hotel an einer Haltestelle ein Stopp einlegt….

Durch die Palmen vor dem Hotel war sie aber für uns nicht zu sehen.

Auch im Busfahrplan ist nirgends eingezeichnet, wo – und wie welche Buslinien fahren. So hätte man vielleicht die passende Haltestelle herleiten können. OK, das passiert uns nur einmal.

Las Palmas ist groß, sehr groß. Wir halten an dem zentralen Busbahnhof.

Ein Blick auf die Infotafel zeigt auf, dass die letzte Abfahrt um 17.05 vom Terminal 26 geht. Erstaunlich ist, dass in diesem Falle die beiden Zeiten stimmen.

Als Erstes führt uns Etienne mit seinen dauerhaften Hungerrufen quer durch die Altstadt auf der Suche nach etwas Passendem zu essen.

Sicherlich werdet ihr jetzt das denken, was jeder denkt. Warum gehen die nicht einfach an den nächsten Imbiss oder die nächste Snackbude.

Und ja, ihr habt recht, nur für Kinder im Alter von zweieinhalb ist die Auswahl mager bis völlig unpassend. Auf Dauer sind Hähnchen Nuggets und Pommes nicht das Wahre.

Überall nur Burger, Pommes, Pizza, Baguettes, Sandwiches. Unsere Wahl fällt dann auf eine kleines „Restaurant“ mit dem Namen “?“ im Haus „Cabinete Literario“.

Für den Etienne bekommen wir dann eine Gemüsesuppe und wir beide bestellen eine Pizza.

Der Pizzaboden ist super, dagegen ist der Belag auf den maximalen Ertrag ausgelegt. Dosen-Champignons, Büchsen Artischocken, billig Schinken und zu guter Letzt natürlich fertig Gewürz. Als Käse kommt Mozzarella zum Einsatz.

Durchschnitt würde ich mal sagen. Dafür bekommt man aber einen Apfelsaft, der hier sonst nicht zu bekommen ist – zumindest in den Lokalitäten in den wir bis jetzt waren.

Besichtigt haben wir dann die Kathedrale Santa Ana & ?. Der Bau der Santa Ana begann etwa um 1500 herum und wurde erst nach fast vier Jahrhunderten vollständig fertiggestellt. Die lange Bauzeit machte den Einsatz von mehreren Architekten und Künstlern erforderlich, was sich in den drei grundlegenden architektonischen Stilen – Gotik, Renaissance und Neoklassik – dieses Bauwerkes widerspiegelt.

Von oben hat man einen weiten Ausblick in die Stadt – und das Umland.

Mit dem Wetter hatten wir zu diesem Zeitpunkt wirklich Glück. Sonnenschein und ein paar Kumulus Wolken sorgten gute Sicht.

Zurück ging es dann wieder mit dem Bus nach Maspalomas. Nach knappen 50 Minuten waren wir zurück im Hotel. Angekommen begann auch gleich wieder ein Wetterumschwung. Regen und aufkommender Wind bestätigten das Wetter für morgen, wir sind gespannt.

Vielleicht können wir ja dann mit dem Auto davonfahren …