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Gran Canaria – Tag 3 – Palmitos Park & Dunas de Maspalomas

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Eines vorweg. Ich liebe technisches Equipment. Nur muss es funktionieren.

Meine Kamera mit dem ganzen Zubehör wiegt sicherlich an einem normalen Tag gute 5 Kilo. Die schleppe ich immer mit.

Da wären dann z. B. Der Body, Objektive, Stativ, Filter usw. – und das alles in einem entsprechenden Rucksack.

Als 21-jähriger Freund der Marke Apple.Inc musste natürlich auch im Dezember ein iPhone in meinem Besitz wechseln.

Geniales Teil, wenn es denn so will wie ich. Zu Hause habe ich ausgiebig die GPS-Funktionen testen können, und war total angetan.

Nur hier funktioniert nichts!!!! Das Teil findet ums Verrecken kein GPS-Signal. Da wurde ich dann schon wieder ein wenig emotional.

Wollte ich doch ein wenig die gefahrenen und gelaufenen Kilometer aufzeichnen- und dann später als „Map“ in hier einbinden.

Gute Idee, muss ich demnächst nur anders umsetzen. Ich werde wohl nicht um ein Garmin GPS herumkommen.

Aber jetzt will ich nicht weiter abschweifen. Was lag heute an?

Richtig, der Palmitos Park.

Wie am Vortag schon angeschnitten verfolgen wir die Strategie der Hoffnung. Wir bereisen alle Nahziele in der Zeit ohne den Führerschein mit dem Bus. Und alles andere, so der Plan, wenn der Lappen dann endlich da ist. Optimismus ist definitiv eine der Stärken von uns. J

Da wir die Buslinie 70 knapp verpasst hatten, entschlossen wir uns für ein Taxi. Weit und breit kein Schatten. Bei knapp 30 Grad mit Kind warten, NEIN, das sollte nicht so sein.

Die Fahrt dauerte ungefähr 15 Minuten, dann waren wir schon da.

Wir hätten nicht erwartet, dass der Park so weit abseits der öffentlichen Straße liegt.

Der Park liegt eingeschlossen inmitten von rechts und links steil abfallenden Klippen ohne irgendein bewuchs von Gras. Das Ganze erinnert mit ein wenig Fantasie an einen „Gran Canyon“ für Arme – und das bezieht sich nicht auf die Schönheit, sondern vielmehr auf die Dimensionen.

Der Park beherbergt Affen, Vögel, Reptilien, Fische und Delfine. Gleich am Eingang befindet sich ein Gehege für eine Schar voller Erdmännchen. Etienne beglückte die Erdmännchen mit wiederholten Rufen wie: „Hallo”, „Hallo Erdmännchen“ – und wollte erst gar nicht so recht weiter…

Die verschieden Attraktionen verteilen sich über gut 200 Höhenmeter im Felsmassiv. Der Park ist sehr sauber und die Tiere machen allen einen gesunden Eindruck, sofern ich das beurteilen kann.

Von Delfinshows mag man halten was man will, aber diese war sicherlich nicht anderes als andere sonst wo auf der Erde. Eintrainierte Tricks nach denen die Tiere auf Kommando springen und die Trainer durch die Luft wirbeln. Nett anzusehen, aber aus Überzeugung, nicht mein Fall – im Interesse für die Tiere.

Nach der Delfinshow ging es dann in das Restaurant direkt neben dem Delfinbecken.

Für Kinder gibt es mal wieder nur Pommes oder Nuggets. Also muss Etienne wieder Pommes essen. Alles andere sagt ihm nicht zu.

Die Auswahl beschränkt sich auf Steaks oder Salate.

Ich esse einen Caesar Salat und Saskia Kanarische Kartoffeln, die aber nichts anderes sinnt, als bestenfalls wirklich Kartoffeln von den Kanaren die bei uns als „Pellkartoffel“ verkauft werden würde. Dazu gibt es ein paar Dips.

Meine Portion Salat ist schön angerichtet und klassisch drapiert mit Putenbruststreifen die außen knackig und innen saftig sind. Perfekt.

Von Salatdressing kein Spur, oder nehme es nicht war. Die Portion für 9,80 würde bestenfalls einen Spatz satt machen. Von daher wirklich nur eine Vorspeise. (Wie auch beworben)

Allerdings kann ich die Kalkulation nicht nachvollziehen, denn ein Steak kostet nur 10.00 Euro.

Anschließend durchlaufen wir noch das Schmetterlingshaus und am Ende das Orchideenhaus. Beide in tropischen Klima – und sehr schön angelegt.

Am Ausgang besuchen wir dann nochmals die Erdmännchen und eine Papageienshow. Imposante Tiere erstaunlichen Fähigkeiten.

Der Trainer versucht ein paar Faxen mit Etienne, welche er energisch abwehrt. Der Trainer entschuldigt sich, und schon ist das Eis gebrochen.

Wie bekommen noch eine Papageienfeder und das von einem Papagei bemalte Bild aus der Show.

Zurück zum Hotel ging es dann mit dem Bus. Etienne schlief während der Fahrt ein, und schlief dann noch gute 2 Stunden.

Nach dem Abendessen machte ich mich dann alleine auf den Weg in die Dünen. Leider war ich gute 30 Minuten zu spät. Die Sonne versank gerade hinter den Bergen, als ich einen Dünenausläufer erklommen hatte.

Von daher hetzte ich mich weniger ab, und versuchte die Dünen im Abendlicht einzufangen, was mir so denke ich, ganz gut gelungen ist.

Die Ausmaße sind nicht zu vergleichen mit den Wanderdünen, wie ich sie aus Dänemark kenne. Erstaunlich sind Struktur, Farben und die Laufeigenschaften der Dünen. Während ich bei der einen zu kämpfen habe und den Sand in meinen Schuhen verfluche, läuft sich die andere ähnlich wie auf einem befestigten Weg.

Im Jahr 1987 wurden 403 Hektar des Areals zum Naturschutzgebiet nationaler Bedeutung erklärt.

Ich war gegen 21 Uhr dort und habe 4 weitere in den Dünen getroffen. Ich werde wiederkommen.

Also insgesamt ein schöner Tag für Etienne und uns.

Morgen wollen wir nach Las Palmas, die Hauptstadt von Gran Canaria.

Oder auch nicht, wenn der Führerschein kommt. Wir sind gespannt.