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Gran Canaria – Tag 10 – Tour in den Norden Gran Canarias

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Wir fühlen uns wie in einer Zeitschleife – und erinnern uns an Phil Connors, den spöttelnden TV-Wetteransager, dem es davor graut, seinen regelmäßigen Verpflichtungen nachzugehen. Und täglich grüßt das Murmeltier …

Auch für uns heißt es: jeden Morgen das gleiche Spiel.

Infos einholen, telefonieren, Mietwagen verlängern, einkaufen, bei Ankunft im Hotel erneut auf Infos hoffen …

Aktuell wissen wir nichts!

Seit genau zwei Tagen kam von Alltours kein Fax mehr in das Hotel. Alle Informationen seitens der Fluglinien, Preise für die verlängerte Unterkunft, Luftraumfreigabe usw. haben wir aus dem Internet, der lokalen Presse oder von anderen Urlaubern.

Hier herrscht ein reger Informationsaustausch. Inzwischen weiß ich, dass hier Niederländer, Briten, Franzosen, Belgier, Deutsche und Russen wohnen. Die Niederländer haben über Thompson gebucht, und zahlen satte 20€ weniger als wir.

Dank Englisch klappt die Verständigung abgesehen von heftigen Dialekten ganz gut.

Das Hotel ist Klasse. Alles ist sehr familiär und das komplette Personal ist ständig bemüht, uns mit Informationen zu versorgen.

Von José Carlos, dem Rezeptionisten erfahre ich, das in der Stadt Teror, in der wir heute waren, Mönche die wohl besten Cookies der Welt herstellen.

Leider haben wir das zu spät erfahren.

Die Ausgabe der Cookies erfolgt über einen Drehteller, der in eine Tür eingelassen ist. Somit kann der Wechsel zwischen den Cookies in den Euros stattfinden ohne, dass die Mönche gesehen werden.

Leider haben wir das zu spät erfahren. Vielleicht hätte ich ihn mal vor jeder Tour fragen sollen, ob er noch zusätzliche Informationen hat, die nicht im Reiseführer stehen … Ein andermal vielleicht.

Inzwischen haben wir 12.30 Uhr

Da seitens Alltours die Aussage kommt, das kein Flieger geht, entscheiden wir uns, dass wir eine neue Tour unternehmen.

Da wir den Norden von Gran Canaria bisher am wenigstens erkundet haben, entschließen wir uns, den Rest des Tages im Norden zu verbringen.

Die Fahrt führt zuerst über die GC 1 bis kurz vor „Punto del Palo“ in Richtung „Las Palmas“. Ein kleines Stück geht dann über die GC3. Auf der Höhe von Marrero kreuzen wir dann auf die GC 21 in Richtung Teror, dem Zielort der heutigen Tour.

Der Norden ist völlig anders als der Rest der Insel. Man ist wirklich versucht, sich die Frage zu stellen, ob man noch immer auf derselben Insel weilt.

Die blanken Felsen weichen blühenden Landschaften und die Straßen gleichen unseren Alleen im Frühling. Die Sonne kommt hier noch schwer durch die Wolken und den Dunst. Es ist deutlich kühler.

Das milde Klima kommt hier der Landwirtschaft zugute. Überall findet man bewirtschaftete Felder: Zitronenplantagen, Avocados, Guaven, Mispeln und Bananen gibt es hier zu entdecken.

Auf den kleinen Plateaus finden sich Bienenkörbe.

Auffällig ist der Baumbewuchs im Vergleich zum Rest der Insel. Leider findet sich auf den Straßen keine Möglichkeit für einen sicheren Stopp, um ein Foto einzufangen.

Typisch wie überall auf de Insel ist auch hier die Fahrweise der Einheimischen: Dicht auffahren, kurz Hupen und mit Tempo überholen, auch wenn es kurz vor einer Kurve ist.

Der Norden ist romantisch schön, zu gerne würden wir noch mehr sehen. Wollen. Aber leider ist unsere Abreise zu ungewiss, als sich Träumen für weitere Tage hinzugeben.

Schon bei der Ankunft in der „Teror“ ist klar, dass es sich hier um einen wundervollen, typisch kanarischen Ort handelt.

Alles wirkt ein wenig verschlafen. Kein lautes Hupen, kein Gedränge in den Straßen. An einer Kreuzung regelt ein Polizist den Verkehr.

Wir halten in einer schattigen Nebenstraße hinter der mächtigen Basilika.

Teror selbst ist überschaubar klein.

Die „Plaza del Pino“ ist erstaunlich ruhig. Hier und dort ein paar Touristen.

Drei Einheimische unter einem riesigen argentinischen Baum posieren für ein Foto.

Von den Dreien erfahre ich, dass wir unbedingt die Stadt „Arucas“ besuchen sollen. Allesamt deuten mit einer eindeutigen Mimik und Gestik an, dass die Kathedrale „bellissimo“ sein soll.

Einer von den drei schenkt uns Bonbons. Den Rest dessen, was die Drei erzählen, verstehe ich leider nur in Bruchteilen.

Ich deute aber viel. So erfahre ich, dass der Weg nach „Tejeda“ sehr kurvenreich sei – und dass viele Bauwerke hier in „Teror“ handwerklich sehr wertvoll sind. Dies versuchen sie sehr eindrucksvoll durch eine Geste zu verdeutlichen, die Meißelbewegungen andeutet.

Rund um die Basilika spiel sich wohl das leben ab. Hier und dort gibt es Cafés, die aber kaum besucht sind. Ob das wohl eine Folge des Vulkanausbruchs ist?

Die Basilika ist ein wahrer Schatz. Von außen unscheinbar, vermittelt sie von innen ihre liebe zum Detail.

Obwohl die Basilika zu dieser Zeit geschlossen hat, dürfen wir hinein.

Etienne scheint mal wieder gute Wirkung zu zeigen.

Um ehrlich zu sein, vermag ich das Innere nicht zu beschreiben, da ich keine treffenden Worte finde, die der Basilika gerecht werden.

Aber zum Glück ist die Fotografie ja ein gutes Mittel um Worte zu ersetzen.

(Also beachtet die Bilder genau, besonders die Liebe zum Detail.)

Unter einem der zwei großzügig Schatten spendenden Bäume setzen wir uns nieder, und genießen einen Moment der stille. Der Wind weht erfrischend, und die Sonne durchdringt nur mit Mühe die Wolken.

Gleich neben der Basilika zeigt sich die „Casa Consistorial“ einem Bau, der sich gut in die Kulisse integriert.

Unmittelbar vor der Basilika befindet sich das „Casa Museo Patronos De La Virgen“ einem der besterhaltenen traditionellen kanarischen Stadthäuser.

Ein Besuch ist sicherlich lohnenswert. Nur leider war an diesem Tag alles verschlossen.

Kurz dahinter befindet sich ein Brunnen, welcher über einige Treppen hinabführt. Leider führte dieser kein Wasser. Somit können wir nicht viel über die Wirkung sagen.

Vor der Basilika erstreckt sich die Innenstadt mit ihren alten Häusern, die alle traditionell in leuchtenden Farben gestrichen sind. Auffällig hier ist, dass fast alle Häuser einen wundervollen Holzbalkon tragen.

Nach einem Rundlauf durch die Stadt unterhält uns einer drei alten Männer noch eine gute halbe Stunde. Hier erfahre ich, dass er wegen seines Rückens nicht soviel verrichten kann. Auch, dass er ein Hörgerät hat.

Nach einen langen Verabschiedung fahren wir über die GC 42 in Richtung „Vega de San Mateo“ und fahren dort aus auf die GC 15 in Richtung „Santa Brigida“ einem Ort, der nach dem Reiseführer einen Besuch lohnt. Uns aber überzeugt sie nicht – und so fahren wir weiter.

Weiter geht es über die GC 4 und GC 3 auf die GC 1 in Richtung „Mogán“.

Im Hotel angekommen holen wir neuen Informationen ein, die aber auf dem gleichen Stand sind, wie 6 Stunden zuvor.

Als wir zum Abendessen gehen, ist ungewiss, wie es weitergeht …