Rhodos 2015

Rhodos – Tag 5 – Lindos, Akropolis, Paulus Bucht

Heute steht ein Besuch der Akropololis in Lindos an.

Vorher sollte man die Paulus Bucht besuchen, da man während des Badens einen wundervollen Blick auf die Akropolis haben soll. Das will ich natürlich selbst erleben.

Der Wetterbericht verspricht bis 12 Uhr Sonne, also plane ich den Besuch am Wasser als Erstes ein.

Die Paulus Bucht hält, was die Bilder und der Reiseführer versprechen.

Eine beruhigte Bucht, die zum Baden und Schnorcheln vor malerischer Kulisse einlädt.

Die Sichtweite ist durchaus gut, und ich habe sogar das Glück, ein paar Fische beim Abtauchen mit der GoPro filmen zu können. Kleine, vielleicht zwei Zentimeter große Fische funkeln im Licht der Sonne. Selbst beim Durchtauchen des Schwarms schwimmen sie nicht gleich davon: Ich bin umgeben von hunderten Fischen.

Die Sonnenreflexionen auf dem Meeresgrund und die Vielfalt der Farben sind so magisch, dass ich die Zeit vergesse. Sicher kein Vergleich mit dem roten Meer, aber für den Moment bin ich vom Glück erfüllt.

 

Zum Thema Glück habe ich mal folgendes geschrieben:

Glück ist die Gefühlsregung eines Augenblicks. Unser Handeln und Streben nach Glück

sollte also diesem Moment geschuldet sein – nicht dem, von dem wir denken, dass es uns glücklich macht.

Dieser Moment passt bestens auf das Zitat !

Mit einem Blick in den Himmel bemerke ich, dass sich das Wetter ändert.

Die einst weißen Quellwolken weichen bedrohlich grauen, die fast schon drückend tief und näher kommen.

Ein Unwetter bahnt sich an. Am Himmel zucken alsbald die ersten Blitze, und es wird plötzlich stürmischer.

Ich sprinte in Richtung Lindos/Akropolis. Es nieselt leicht. Mein erster Gedanke: Ich brauche einen Unterschlupf, schnellstens, wenn ich nicht nass werden will.

Als der Regen herunter kommt, sitze ich gerade mal fünf Sekunden im Café Melia. Das nenne ich eine Punktlandung.

Das Café hat Charme. Ein große Theke mit allerlei Köstlichkeiten, ein Weinregal, Glasglocken mit Cookies laden zum Entdecken ein.

Schnell sind Kuchen und Kaffee bestellt. Dazu noch ein Glas frisch gepresster Orangensaft. Perfekt.

Beim Bestellen höre ich einen britischen Akzent heraus.

Auf meine Nachfrage bringe ich in Erfahrung, dass die Kellnerin schon seit 22 Jahren hier auf der Insel ist. Liebe auf den ersten Blick, sagt sie. Und ich bin versucht, ihr das zu glauben J

 

Der Regen kommt nun richtig heftig herunter. Die Geräuschkulisse ist ein Gemisch aus Donner, plätscherndem Wassermassen, Kindergeschrei und Rauschen, das ich zunächst nicht recht zu deuten vermag. Ein Blick über meine rechte Schulter klärt aber alles: Über die Straße rauscht ein Wasserstrom.

Das Café liegt unterhalb einer leicht ansteigenden engen Gasse. Das Wasser schießt mit Wucht herunter und sammelt alles auf, was im Wege liegt.

Ein Foto und Video zu diesem Schauspiel habe ich natürlich. Die zwei Mädels im Café sind völlig unbeeindruckt. Kommt wohl öfter vor, denke ich.

Die Sonne lässt nicht lange auf sich warten.

 

Als die ersten Sonnenstrahlen sich ihren Weg durch die Wolken bahnen, bin ich schon in den Gassen von Lindos.

Alles ist verwinkelt, wie ich es aus Marokko (Fes) kenne. Nur fehlen hier die typischen Gerüche.

Um das Sonnenlicht etwas zu bändigen, sind große Teile der Gassen mit Kletterpflanzen bewachsen. Über den Köpfen der Touristen spannt sich ein enges Netz aus Kabeln und Masten. Zwischen den Dächern sind Holzsprossen oder Maschendraht aufgespannt, auf dem die Gewächse ihren halt finden.

Der Aufstieg zur Akropolis ist wohl für viele Touristen ein Highlight. Entsprechend voll sind die Gassen und die Treppen, die nach oben führen.

 

Oben angekommen hat man eine grandiose Aussicht über Lindos und die beiden Badebuchten links und rechts neben der Akropolis.

Ein lohnender Aufstieg!

Alles in allem, vielleicht etwas sehr auf den Tourismus ausgelegt, aber einen Besuch auf jeden Fall wert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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