Marokko 2011

Marokko Tag 2 – Fès el Bali / el Medina el Qadima

Der erste Morgen in Marokko. Das zweite Mal, dass ich auf dem afrikanischen Kontinent aufwache. Für Jens ist es das erste Mal.

Frühstück auf der Terrasse. An einem Tisch neben uns sitzen zwei Holländer, die ebenso wie wir frühstücken. Wir kommen mit ihnen ins Gespräch und erfahren, dass sie für dreieinhalb Wochen in Marokko bleiben wollen, und gerade auf ihren Mietwagen warten. Der männliche Part spricht gutes Deutsch. Somit reden wir in einem Mix aus Deutsch und Englisch. Er erzählt uns, dass er sich auf einem der vielen Märkte den Magen verdorben hat. Und gibt uns den Rat, genau aufzupassen, wo wir essen. Nur nach welchen Maßstäben sollen wir das beurteilen?

Unser Frühstück besteht aus Kaffee, Tee, Marmelade, Käse, Oliven, Brot. Alles sehr schmackhaft und gut bemessen. Somit wird man nicht schon zum Frühstück lethargisch, weil man zu viel in sich hineingedrückt hat. Nach dem Frühstück packen wir unsere Rucksäcke und stimmen die Kameraausrüstung auf den Tag ab.

Der erste Tag ist der Medina gewidmet. Dem Herz von Fez. Hier pulsiert das Leben und der Handel.

Ein paar Punkte, die wir sehen wollen, haben wir als Merkliste auf einem Zettel. Aber wir möchten und treiben lassen ‒ ohne großartig ein Ziel zu verfolgen. Gegenüber dem Ersteindruck vom gestrigen Abend hat sich nichts verändert: Nach deutschen Maßstäben sieht es scheinbar elend aus. Ein schier undurchschaubares Ghetto aus über 9000 verschiedenen Straßen, die alle Namen tragen. Überall lungern halb verhungerte Katzen. Komischerweise sehr wenig Hunde. Die meisten Katzen sind bestenfalls ein paar Wochen alt. Wenig alte Katzen. Wahrscheinlich ist die Lebenserwartung recht gering. Entlang der Hauptwege ist es noch relativ sauber. In den Seitengassen steht und liegt der Müll. Augenscheinlich ein Paradies für Ratten und anders Ungeziefer. Es stinkt an vielen Ecken, und es riecht nach einem konzentrierten Mix aus Urin und Exkrementen. Nicht auszumalen, wie es hier zugeht, wenn es mal ein paar Stunden am Tag regnet. Eine Vorstellung, die ich schnell verdränge.

Die meisten Häuser stehen dicht an dicht. Sie sind gelb oder weiß getüncht. Über einen Großteil der Medina spannt sich ein Geflecht aus Holz und Leinen, was die Sonne zurückhält und die Temperaturen auf ein erträgliches Maß regelt. Trotzdem spendet diese Konstruktion ausreichend Licht, sodass ein Großteil der Gassen nicht im Dunkel verschwindet. Die kleineren Nebengassen sind schummerig und schattig.

In einer solcher Gassen kloppen sie gerade zwei Männer. Der eine hat eine ordentliche Platzwunde im Gesicht und brüllt voller Wut gestikulierend mit beiden Armen so laut er kann. Ein junger Mann, der versucht den Streit zu schlichten, hat gut zu tun, die beiden zu trennen.

Der Boden ist fast durchgängig gepflastert. An vielen Stellen finden Ausbesserungsarbeiten statt. In den engeren Gassen sind viele Balken zwischen den beiden Seiten eingelassen, die horizontal und vertikal verstrebt sind und beide Seiten stützen. Diese Schwebekonstruktion scheint ihren Zweck zu erfüllen. Allein durch Druck findet sie Halt. Teils sind die Wände geschmückt mit Malereien und Teppichen, die gekonnt die Monotonie durchbrechen. Das Ganze wirkt dadurch bedeutend lebendiger. Wer ab und an den Kopf hebt, kann über den Dächern vermehrt grüne Ziegel finden, die den Abschluss der Bauten andeuten. Einzig die zahlreichen Moscheen überragen die Häuser. Die Stromleitungen sind auf dem Putz verlegt: sie wogen an den Hauswänden entlang. An jedem Haus oder Laden finden sich außen Strom- und Wasserzähler, aber auch Telefonleitungen. Die Dächer werden beinahe flächendeckend durch Parabolspiegel-Installationen dominiert.

Unser Rundweg durch die Medina führt uns als erstes in das Gerbviertel.
Gleich beim Betreten des Viertels sind wir auch schon im Interesse der Händler, die uns anbieten, dass wir auf ihrer Terrasse die beste Sicht zum Fotografieren hätten. Wir nehmen den Erstbesten ‒ und sind nicht enttäuscht. Er will 40 Dirham. Ich fasse in die Tasche, krame acht Dirham heraus und betone mit Nachdruck, dass wir nicht mehr hätten. Anfangs leicht angepisst, ist er dann wohl doch ganz zufrieden und lässt uns in Ruhe unsere Bilder machen. Wir sind nun knapp oberhalb der Dächer und haben eine gute Aussicht bis hinauf in das andalusische Viertel.

Unter uns stehen die Männer in ihren verschiedenen Becken einer offenen Gerberei und kümmern sich um die Weiterverbreitung der Materialen. In summa schätze ich sind es über 200 Becken. Die Männer stehen dabei leicht bekleidet und kümmern sich um den Gerbungsprozess. Die Verarbeitung von Tierhäuten zu Leder geschieht hier noch in Handarbeit. Die verwendeten Gerbstoffe befinden sich in Bottichen, in denen die Männer die Felle wenden und umlagern. Der uns umgebende Gestank ist kaum zu ertragen. Man gewöhnt sich aber zwangsläufig mit der Zeit daran. Besonders empfindlichen Leuten, die entsprechend bezahlen ‒ also wir natürlich nicht ‒ bekommen frische Minze gereicht, die man sich dann als Atemhilfe unter die Nase halten kann.

Das Angebot der aus Leder gefertigten Waren ist sehr üppig und farbenfroh. Das Sortiment reicht von Taschen in jeder Form, Farbe und Größe bis hin zu Hüten, Hosen und Jacken. Alles wirkt für meine Begriffe, ohne dass ich wirklich sagen kann, dass ich Ahnung davon hätte, sehr hochwertig und sauber verarbeitet. Ein Besuch ist auf jeden Fall lohnenswert, wenngleich es fotografisch sicherlich besser wäre, wenn man erst nach 17 Uhr da wäre ‒ allein wegen des besseren Lichtes. Gegenüber mache ich ein paar Bilder in einer Manufaktur, die im Erdgeschoss verschiedene Elemente aus Leder produziert und im Obergeschoss Metall verarbeitet. Wir werden freundlich umhergeführt und lernen somit verschiedenes über die Prozesse in der Herstellung. Die Männer im Untergeschoss bearbeiten Leder. Hier wird zugeschnitten, gestanzt und gefärbt. Auf dem Dach trockenen Lederstücke in einem intensiven gelben Farbton. Dabei liegen die Lederstücke nicht direkt auf dem Gestein, sondern auf Heu. Auffällig hierbei ist, dass wir nicht eine einzige Frau antreffen, die einer handwerklichen Tätigkeit nachgeht.

Wir machen einen kurzen Job in einer klassischen Weberei, wo man uns sofort und bereitwillig die Funktionsweise eines Webstuhls erklärt. Ich würde das wohl nie hinbekommen. Wahrscheinlich auch nach Jahren nicht. Fingerfertigkeit und Geschwindigkeit der Handwerker sind beachtlich.

Besonders prachtvoll sind die Brunnen und Tore, die man fast überall findet. Viele der Brunnen werden gerade restauriert und erscheinen so in einen neuen, fast makellosen Glanz. Die meisten Tore wirken auf den ersten Blick gerundet. Der Schein täuscht aber auch hier. In Wirklichkeit sind sie eckig. Einzig die Fassung hat eine Rundung, die sich im Halbkreis vor dem Tor abhebt, und somit Eindruck erweckt, das Tor wäre oben gerundet. Eine einheitliche Farbe ist hier nicht auszumachen. Der Anstrich wechselt von Rot bis Blau und von Gelb bis Grau. Beschlagen mit Nieten und gemalten Mustern laden sie förmlich dazu ein, sich näher mit ihnen auseinanderzusetzen. Alle Tore sind durch ein Schloss gesichert, welches entweder in die Tür eingelassen ist, oder die Form eines Vorhängeschlosses hat.

Meistens hängt noch ein Bolzen an der Tür, außerdem zwei rustikale alte Schwingen zum Läuten. Sehr eindrucksvoll ist der Besuch der Medersa el-Cherratine aus dem späten 17. Jahrhundert. Der aus Mosaiken bestehende Boden bietet mittig einen Springbrunnen, welcher aber nicht in Betrieb ist. Im Inneren ist es schattig und angenehm kühl. Die Intarsien können begeistern. Wir erkunden die drei zugänglichen Stockwerke und bestaunen den Blick nach unten, der das Bauwerk noch größer erscheinen lässt. Leider ist der Zugang zum Dach gesperrt, somit müssen wir ein anderes Bauwerk finden, um uns einen Blick über die Dächer zu verschaffen.

Das Mausoleum „Moulay Idriss II“ bleit uns als nicht Muslimen leider versperrt. Ein hastiger Blick vorbei an den Menschenmassen, die den Eingang beinahe belagern, verschafft dann aber wenigstens dem Auge Befriedigung. Ein Foto gelingt mir dann aber doch. Mehr sehen wir hier leider nicht.

Rund um das Gebäude verkaufen Jung und Alt diverse Süßwaren, auf denen zu Haufe Fliegen sitzen und sich am Süßkram laben.

Die Sous ( Märkte ) in der Medina verdienen besonders eine Beschreibung. Man fühlt sich hier doch wirklich in eine andere Zeit zurückversetzt. Ein wenig mittelalterlich geht es hier schon zu. Bei den Fleischhändlern finden wir frisch geschlachtete Waren in der Auslage, ohne Kühlung. An dem einen oder anderen Stand blicken wir in Kamel- oder Schafsköpfe, aus deren Mäulern noch das Blut rinnt. Aufgespießt auf einem Fleischhaken schmücken sie den Stand wie Trophäen. Unmittelbar daneben sind die Garküchen. Hier gibt es Innereien und andere Fleischspezialitäten, auch am Spieß, zu kaufen. Überall sieht man gefärbte Küken, die in verrotteten Körben ein Leben als Ware fristen. Hühner, die zum Verkauf stehen, werden gewogen und dann bei lebendigen Leibe geköpft. Hals umdrehen ist auch gebräuchlich.

Dazwischen finden sich dann diverse Obstverkäufer, die Feigen, Äpfel, Melonen und diverse andere Früchte zum Sofortverzehr. Viele Händler haben kleine bewegliche Karren, auf denen sie ihre Früchte anbieten. Der Einkauf wird in kleine Papiertüten gerollt.
Unzählbar ist die Zahl der Gemüse- und Gewürzverkäufer. Das angebotene Sortiment reicht von riesigen bananenförmigen Kürbissen bis hin zu getrockneten Mandeln, Orangen, Feigen, Zwiebeln und andere Köstlichkeiten ‒ nicht nur für den marokkanischen Gaumen. Der Verkauf findet auch hier meistens zwischen den Gassen statt, wobei die Ware auf Holztischen oder in Bodennähe zum Verkauf angeboten wird. Auch hier tummeln sich Katzen ohne Scheu.
Die Gewürzverkäufer haben meistens einen kleinen Laden, der bestenfalls für eine Körperdrehung Platz bietet. Im Inneren finden sich dann Zusatzartikel wie Shampoos oder andere Produkte, die sich als lohnende Nebenverkäufe an den Kunden bringen lassen.
Vor dem Laden werden die Gewürze präsentiert, in Säcken, Schalen oder auch Holzschatullen. Darauf tummeln sich Scharen von Insekten.
Das Angebot ist auch hier weit gefächert. Getrocknete Chilischoten, Nudeln, Maismehl und Konserven runden das üppige Sortiment ab.
Vor den meisten Läden lungern diverse Gestalten herum. Krüppeln, offensichtlichen Bettler und Jugendliche, die alle am Handel mit den Kunden ‒ oder vorzugsweise mit den Touristen ‒ mitprofitieren wollen.

Nach ein paar Stunden haben wir uns eine Tarnkappe zugelegt. Das teilweise penetrante Anwerben für Restaurants und Läden kann gewaltig nerven.

Einen der Sätze, der mich sicherlich die nächsten Tage um Traum verfolgen wird, ist die Frage nach: „Where do You come from?“
Ignorieren funktioniert selten, denn sie laufen dir nach, wie Jagdhunde, die Witterung genommen haben.
Also, was tut man als höflicher Mensch? Antworten. Richtig! Aber: Fehler Nr. 1, denn somit haben sie eine Basis für ein Gespräch, auf das sie einsteigen, als wäre es ihre Chance für den Deal der Woche.

Das Ganze läuft ungefähr so ab.
– Where do you come from?
– Germany
– Germany, nice
– Of course!
– I love Germany, nice Country.
– Mmmh!
– I love Beckenbauer! Isch liebe Angela Merkel!
– Ahhh !
– Deutschland, you‘re tausend Welcome!
– Thank you.

Ums kurz zu machen, irgendwann hat man keinen Bock mehr. Also musste etwas anders als Deutschland her. Ich probierte dann einfach Island ‒ mit dem Hintergedanken, dass das eh keiner kennt.
Mit Erfolg.
Auf ein „Where-do-you-come-from?“ kommt dann ein nüchternes: „Ah, Island. Nice. You‘re welcome!“ Ende.
Auf die Frage, welche Sprache man denn spräche, hilft sehr gut ein dummes Gesicht und hilfloses Schulterzucken.

Und ja, ich habe einen neuen Nick Name: Ali Baba 🙂

So nennen sich mich die Kids hier…

Auf Höhe des andalusischen Viertels quatscht uns dann ein Typ an, der hartnäckiger ist, als all die anderen. Jens mag er wohl besonders. Erst hält er ihn für einen Franzosen. Da Jens nichts Gegenteiliges beisteuert, labert er nun Minuten auf uns ein, obwohl wir beide ihn gekonnt ignorieren. Irgendwann werfe ich nur trocken ein: „No francaise“. Ok, das hat gesessen. Sprachlosigkeit macht sich in seinem Gesicht breit. Wahrscheinlich denkt er gerade, man, was soll die Scheiße, hätte er doch gleich sagen können. Wir grinsen uns einen ab.
Dann das Gleiche in Italienisch, dann auf Englisch.
In seiner feinen weißen Stoffhose, dem samtigen grünen Hemd und der typischen modernen überdimensionierten Sonnenbrille hebt er sich von all den anderen um uns herum ab. Er wirkt wie aus dem Ei gepellt. Aalglatt und zugleich nicht weniger nervig.
Wir lassen ihn stehen und laufen weiter, nur: er läuft uns nach. Nach einigen Haken sind wir ihn los. Wurde auch Zeit!

Weiter oben, hinter der andalusischen Moschee, in welche wir auch nicht hineinkommen, trinken wir in einem Straßencafé unseren ersten Kaffee.
Um uns herum lungern einige Hunde im Schatten der parkenden Autos, um der brütenden Mittagssonne zu entrinnen. Ein vielleicht elfjähriger Knirps, der neben uns sein Fahrrad notdürftig repariert, bietet mir Haschisch an. Ich schlage dankend aus.
Hier scheint die Zeit stillzustehen. Kein Handel um uns herum. Kein Gedränge. Ab und an fährt ein Auto vorbei und durchbricht die Stille und hüllt uns im Dieselgestank. Die Männer im Inneren des Kaffees rauchen Dope. Der Geruch dringt unverkennbar bis nach draußen. Die Ruhe wird nur vom Muezzin durchbrochen, der zum Mittagsgebet ruft.

Zurück in der Medina quatscht uns vor der Universität ein junger Mann mit dem Versprechen an, uns kostenlos auf ein Dach zu führen, von welchem wir einen Blick auf die Dächer der Universität hätten.
Der Weg führt uns durch ein riesiges Lager voller orientalischer Teppiche, die den Raum sowohl auf dem Boden als auch an den Wänden auskleiden. Auf das Dach kommen wir durch eine Treppe, die sich über viele Ebenen eng nach oben windet. Auf dem Dach angekommen, führt nun noch eine kleine Metalltreppe auf ein Podest. Von diesem aus haben wir einen Blick auf die Universität und angrenzende Moschee. Die grünen Dächer sind unverkennbar und bestimmen von hier oben deutlich das ansonsten triste Farbbild der Stadt. Der Rückweg lässt uns noch einen kurzen Blick in das Innere der Moschee erhaschen. Mehr gibt es für uns nicht zu sehen.

Kaum haben wir die Räumlichkeiten verlassen erbittet sich der Typ 20 Dirham. Was für ein elender Scheißtyp, denke ich. Wären wir nicht in einer dunklen Seitengasse herausgekommen, dann hätte ich ihn stehenlassen. So bleibt mir nichts anderes, als Zeit zu schinden. Ich fasse in die Hosentasche und biete ihm 2 Dirham. Er besteht weiterhin in einem nun schon leicht aggressiven Unterton auf seinen fucking 20 Dirham. Monoton wiederholt er, dass er dem Teppichhändler auch Geld geben muss, weil er mit uns durch seinen Laden gelaufen ist. Ich sage, dass das nicht unser Problem ist. Das führt aber zu nichts. Ein Blick zu Jens signalisiert, dass wir aus der Ecke rausmüssen, da sind wir uns einig. Wenn er jetzt zweimal pfeift, dann sind seine Kumpel in der Gasse mit von der Partie. Ich betone weiterhin, dass wir kein Geld hätten. Er lässt nicht locker. Er nervt. Am Ende, um meine Nerven zu schonen, greife in den Rucksack und gebe dem elenden Halsabschneider seine 20 Dirham. Ohne ein weiteres Wort zu verlieren, aber um eine wichtige Erfahrung reicher, sind wir als bald wieder inmitten der Menschenmassen.

Gegen halb sechs Uhr abends erreichen wir die Panorama-Terrassen. Eine Burgruine aus Zeiten von XXX. ( muss ich noch herausfinden ) Der Aufstieg führt entlang einer Stadtmauer. Von hier oben haben wie einen phantastischen Blick auf Fes und die Berge, die die Stadt umgeben. Das Bild ist eindrucksvoll. Die Sonne, die rechts neben uns hinter den Bergen untergeht, zeichnet sich rot am Horizont ab. Die letzten Sonnenstrahlen treffen auf Fes und lassen die komplette Stadt in einem goldroten Licht erscheinen. Das Stadtbild von hier oben wird durch die zahlreichen, hoch aufragenden Moscheen eindrucksvoll dominiert.

Um kurz nach sechs beginnt der Ruf zum Abendgebet. Ein Schauspiel, welches an Gewicht gewinnt, wenn nacheinander, leicht zeitversetzt der Muezzin einer jeden Moschee sein Gebetsaufruf durch einen Lautsprecher absetzt.
Die Geräuschkulisse verdichtet sich zu einer eigenartigen Sinfonie, getragen vom Wind. Hier oben über der Stadt, wo kein Geräusch die Stille durchbricht, ist das ein Erlebnis, was wir wohl nie vergessen werden.

Was für ein Tag !

Vadim

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