Marokko 2011

Marokko – Prolog

Das letzte Mal war ich im Jahr 2005 in Afrika. Damals im südlichen Afrika. Ganze drei Wochen.

Nach Marokko geht es nur sechs Tage. Sechs Tage, die es aber in sich haben werden.

Nach vielen Gesprächen und gelesenen Büchern über den afrikanischen Kontinent war klar, dass ich da unbedingt hin muss.

Maßgeblichen Anteil an der Entscheidung, nach Marokko zu fliegen, hatten sicherlich zwei engere Freunde aus dem Arbeitsumfeld: Mounir und Thomas. Ihre Bilder und Erzählungen haben mich noch im Traum begleitet.

Ich wollte einfach mal ein paar Tage weg. Nichts anderes machen als fotografieren. Von morgens bis abends. Dort verweilen, wo ich es gerade schön finde. Gespräche suchen, wenn ich weiß, dass mir niemand im Nacken sitzt und auf die Zeit pocht; die ist immer dein Feind, wenn Du im Urlaub bist.

Ich wollte wieder meine Neugier befriedigen ‒ und meinen Sinn für Abenteuer. Das letzte Mal war das im Jahr 2009, als ich in Ostanatolien auf dem Ararat in 5.164 m Höhe war.

Eigentlich wollte ich allein nach Israel fliegen. Da ich das aber schon seit zwei Jahren versuche, war klar, dass ich das auch dieses Jahr nicht schaffen werde. Warum auch immer.

Also kam mir die Idee, zu zweit zu fahren.

Nur wer kam in Frage? Tim, mit dem ich Mailand unterwegs war, konnte nicht. Sebastian wollte noch mit seiner Freundin Ende des Jahres nach Hong Kong.

Damit fiel die Auswahl schon sehr knapp aus. Denn nicht viele teilen da meine bisweilen speziellen Interessen. Freunde habe ich viele, aber eben wenige, die das im Urlaub machen wollen, was ich so vorhabe. Nicht, dass es was Spezielles wäre. Aber der Anspruch an die Fotografie und das Drumherum ist groß, da will ich auch keine Kompromisse zugunsten eines anderen machen.

Ein Plausch mit Jens ‒ und schnell war er Feuer und Flamme für meine Idee. Somit war also ein Reisepartner gefunden.

Kurze Zeit später wurde der Flug gebucht. Dann war sicher; nichts sollte der Reise mehr im Wege stehen. Einzig eine Pension fehlte noch. Ich habe mehrere angeschrieben, allerdings ohne Erfolg. Es kam nicht mal eine Antwort.

Letztendlich bin ich dann über Helen Ranger fündig geworden. Unter http://www.fez-riads.com/ betreibt sie eine Vermittlungsagentur.

Die Pension Sekaya in Fez kostet 30 € pro Nacht. Bei zwei Personen sind das gerade 15 € pro Nase, inklusive Frühstück. Perfekt – Gebucht!

Somit hatten wir alles zusammen. Ich hatte einen großen Wanderrucksack mit 70 l Stauvolumen, der sollte reichen.

Ein Mietauto können wir nun auch mieten, denn Jens hat einen dreimonatigen internationalen Führerschein bekommen, nachdem die Behörde schriftlich Probleme mit der Ausstellung einräumen musste.
Somit steht einer Erkundung im Rif-Gebirge nichts mehr im Wege.

Wir sind gespannt.

Vadim

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