Berge der Welt, Mount Ararat

Was bleibt…

Nach nun fast einer Woche, die ich wieder in Deutschland bin, fange ich so langsam an, nochmals alles zu reflektieren. Die Erinnerungen an das Vergangene müssen wohl sehr tief sitzen, denn ich habe das Gefühl, dass Erlebte hätte ich erst gestern abgeschlossen.

Ich sitze hier auf der Insel Hiddensee im Garten beim Tee – die Sonne scheint mir auf den Kopf und der Wind umweht mein Gesicht. Es ist ein angenehmer Wind, den ich hier oben schon so oft erlebt habe. Nur empfinde ich ihn diesmal auch etwas befremdend, was wohl daran liegen mag, dass ich über 7 Monate die Haare und Bart wachsen ließ.

Kaum hatte ich mit der Reise abgeschlossen, mussten auch sofort Haare und Bart verschwinden. Ich konnte dieses Unkraut in meinem Gesicht und auf dem Kopf nicht mehr ertragen: sowohl beim Blick in den Spiegel – als auch gefühlt.

Jetzt also sitze ich hier wieder mit meiner geliebten „Glatze“ und muss gestehen, dass ich gar nicht mehr wusste, wie bewusst man die Elemente erleben kann… Ein tolles Gefühl.

Was also ist denn nun von Reise geblieben? Nur die Erinnerung? Nein! Vielmehr.

Ich bin bestärkt, mein Bild von den Türken zu ändern, vielmehr: mir ein neues zu machen. Ich habe die Türkei sehr bewusst erlebt. Sicherlich reicht die Zeit bei weitem nicht aus, um sie zu verstehen – aber das muss ich auch nicht.

Ich habe abermals gemerkt, dass ich andere Kulturen, Sitten und Bräuchen liebe, gerne in sie eintauche und mich von ihnen begleiten lasse. Dieser Umstand hat auch dazu beigetragen, offen auf Leute zuzugehen und sie im alltäglichen abzulichten. Was mich besonders erfreut hat, war die Tatsache, dass ich mich integriert gefühlt habe. Die entgegengebrachte Herzlichkeit war wirklich sehr überraschend ehrlich – und erheiternd.

Die Reise war auch im Ganzen sehr authentisch – nicht zu aufgesetzt oder zu sehr für Touristen abgestimmt. Auch unsere Truppe – bestehend aus meinem Kumpel Benny, aus Otto und Vreni, Rainer und Werner und aus dem Vater + Sohn Gespann Uwe und Steffen – hat sich als „Goldgriff“ herausgestellt. In dieser Kombination würde ich jeden Berg der Welt besteigen. Es war einfach toll.

— DANKE — 🙂

Was kommt als nächstes? Ja, verdammt gute Frage….

Sofern ich nicht gerade einen Sponsor finde, werde ich erst ersteinmal ein wenig sparen müssen. In der Zwischenzeit verweile ich gedanklich auf der Weltkarte in meinem Arbeitszimmer und träume von der nächsten Reise.

Ideen habe ich viele – sehr viele sogar.

Ich halte euch auf dem Laufenden.

Für mich bedeuten die nächsten Tage und Wochen ein wenig „Mehrarbeit“, denn ich habe in den acht Tagen mehr als 1.000 Fotos geschossen; diese muss ich nun auf ein gesundes Maß reduzieren, Verschlagworten und aus den RAW-Dateien die endgültigen Bilder entwickeln. Was ich aber in Ermangelung meiner Bildschirme erst zu Hause erledigen kann.

Aktuell stelle ich Gedanken und Erlebtes zu Tagesberichten zusammen und werde dies in den nächsten Tagen online stellen.

Desweiteren werde ich ein kleines Tages-Best-Off an Bildern in den Blog einfügen.

Gruß,

Vadim

5 thoughts on “Was bleibt…

  1. Oh, da warten wir mal gespannt auf die Bilder.
    Es ist übrigens toll, auf diese Art und Weise deine Reiseberichte zu lesen
    Hach, was beneiden wir euch grade wegen Hiddensee…naja, 2 Wochen noch…
    Kannst du mal gucken für mich, welche alkoholfreien Biere es da gibt? (idealerweise Krombacher)
    Sonst müßt ich noch was importieren.

  2. Respekt vor eurer leistung. Alter freund ich bin echt schwer beeindruckt. Wenn man sich das alles durchliest und sich dann die bilder nochmal anschaut bestätigen sich die emotionen die man beim lesen bekommt, liebe grüsse von deinem freund ally. Blicken sehnsuchtsvoll zurück auf unsere tage auf hiddensee…

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